Listennr. 5
AfD
Alternative für Deutschland
Tritt landesweit an
Über die Partei
Die AfD entstand 2013 und ist seit 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten. Anfangs vertrat sie vor allem EU-kritische und wirtschaftsliberale Positionen, später konzentrierte sie sich auf Migration und Sicherheit; die bpb beschreibt ihre Haltung als national-konservativ bis völkisch-nationalistisch und ordnet sie dem rechtspopulistischen Spektrum zu, das Bundesamt für Verfassungsschutz führt sie seit 2021 als rechtsextremistischen Verdachtsfall, über eine weitergehende Einstufung ist gerichtlich noch nicht entschieden. Seit der Bundestagswahl 2025 ist sie bundesweit zweitstärkste Kraft; alle anderen Parteien schließen eine Zusammenarbeit aus.
Eine neutrale Zusammenfassung in drei Sätzen – für jede Partei im selben Format – des Profils der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das vollständige Profil: bpb-Profil zur Berlin-Wahl 2026 ↗ · bpb: Parteien in Deutschland ↗
Spitzenkandidat:in(nen)
Quelle: Landesliste position 1, Amtsblatt für Berlin Nr. 36, 27 Aug 2026.
Ergebnis 2023
9,1 % der Zweitstimmen (137.871 Stimmen)
Quelle: Landeswahlleiterin Berlin, 12 Feb 2023 · Stand: 2026-09-11
Auf dem Stimmzettel 2026
78 Direktkandidierende · 0 auf Bezirkslisten · 35 auf der Landesliste · 219 auf BVV-Listen
Positionen nach Thema
Dieselben sechs Themen und dasselbe Schema wie auf der Berlin-Agenda-Seite: der Kapiteltitel der Partei im Wortlaut, eine neutrale Zusammenfassung des Kapitels und ein Link ins Original.
Wohnen & Miete
Alle Parteien zu diesem Thema →Bauen & Wohnen ↗S. 5–10
„Vorrang für Einheimische“: geförderter Wohnraum wird nach einem Punktesystem vergeben, das Wohnsitzdauer in Berlin mit Einkommen, Kinderzahl, Pflege und Tätigkeit in systemrelevanten Berufen kombiniert; § 246 BauGB soll zu einem Sonderbaurecht für Einheimische statt für Flüchtlingsunterkünfte umgeschrieben werden. „Die beste Mietpreisbremse ist ein ausreichendes Angebot“: weniger Regulierung, keine Enteignung, kein Mietendeckel, Milieuschutz begrenzen, Mietzuschüsse statt neuer Sozialwohnungen, Fehlbelegungsabgabe wieder einführen. Eigentum über öffentliche Bürgschaften und Wegfall der Grunderwerbsteuer für einheimische Ersterwerber (20 % für Nicht-EU-Investoren), Dämmstandards auf das Niveau der frühen 2000er zurück, keine Photovoltaik-Nachrüstpflicht, Kleingärten schützen.
Verkehr & Mobilität
Alle Parteien zu diesem Thema →Verkehr ↗S. 41–44
„Freiheit statt Ideologie“: das Auto ist „Teil der Lösung“; 17. Bauabschnitt der A100 und Lückenschluss des inneren Autobahnrings, beseitigte Parkplätze wiederherstellen, Parkraumbewirtschaftung zurückfahren, günstiges Anwohnerparken, keine Kiezblocks. Das Mobilitätsgesetz soll zum Infrastrukturgesetz werden – ersatzlose Streichung des Vorrangs für den Umweltverbund, Rücknahme der Radnetz-Ausbauvorgaben; Radwege auf parallelen Nebenstraßen, Markierungen statt Modalfilter. Im ÖPNV: Personaloffensive, CBTC-Zugleittechnik, Seilbahnen, Zugangsbeschränkungen für Personen ohne Fahrschein, Sicherheitsstreifen auf allen U-Bahn-Linien.
Migration & Teilhabe
Alle Parteien zu diesem Thema →Zuwanderung, Asyl & Staatsangehörigkeit ↗S. 22–26
Eine „umfassende Politik der Remigration“: sofortiger Aufnahmestopp für Asylbewerber in Berlin, Abschiebung aller bis zu 20.000 Ausreisepflichtigen, kein Winterabschiebestopp, Abschaffung der Härtefallkommission, ein Berliner Abschiebezentrum und ein LEA als „Landesamt für Einwanderung, Asyl und Remigration“. Umstellung auf reine Sachleistungen, keine Sprachkurse für nicht Bleibeberechtigte, Arbeitspflicht für Asylbewerber, keine neuen MUF. Einbürgerungen unter Moratorium, bis alle Verfahren seit 2024 überprüft sind, persönliche Vorsprache, Aberkennung der Staatsbürgerschaft bei Doppelstaatlern nach schweren Straftaten; Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 und an Schulen.
Sicherheit
Alle Parteien zu diesem Thema →Innere Sicherheit, Justiz & Datenschutz ↗S. 12–19
Führt Kriminalität weitgehend auf „unkontrollierte Migration“ zurück; dauerhafte Sicherheit sei nur durch „konsequente Remigration“ herstellbar. Mehr Personal bei Polizei, Justiz und Feuerwehr, Bestenauslese ohne Quoten, vollständige Videoüberwachung aller Brennpunktbereiche, mobile und mehr stationäre Wachen, mehr anlasslose Kontrollen in „Problemvierteln“, nächtliche Ausgangssperren für jugendliche Intensivtäter, eine Bezirkspolizei bei den Ordnungsämtern, Aufhebung des Landesantidiskriminierungsgesetzes, Strafmündigkeit ab 12, Erwachsenenstrafrecht ab 18 und ein absolutes Vermummungsverbot bei Versammlungen. Messerverbotszonen gelten als Symbolpolitik; gegen die EU-„Chatkontrolle“.
Klima & Energie
Alle Parteien zu diesem Thema →Alle Energie für Berlin ↗S. 54–55
Nennt „Berlin klimaneutral 2045“ ein ideologisches Prestigeprojekt und will das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz durch ein „Sichere-Energie-Gesetz“ ersetzen, das Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Netzstabilität zum Maßstab macht. Berlin braucht weiterhin Kohle- und Gaskraftwerke und Importstrom, keine Windräder in der Stadt, Rückkehr zur Kernenergie im Bund und Berlin als Zentrum der Kernforschung; Energiesteuern senken und CO₂-Abgabe über den Bundesrat abschaffen.
Schule & Bildung ↗S. 27–32
„Bildung statt Ideologie“: zurück zu Lesen, Schreiben, Rechnen, verbindlicher Kanon deutscher Werke, Heimatkunde und Werken in der Grundschule, Religion/Ethik als Wahlpflichtfächer, Noten und Klassenwiederholung bleiben, keine „Gendersprache“ an Schulen. Erhalt des differenzierten Schulsystems mit leistungshomogenen Klassen, Platzvergabe nach Noten und Wohnortnähe, Abschaffung des 30-%-Losverfahrens, Aufhebung der Deckelung grundständiger Gymnasien und sieben Gymnasien als Eliteschulen für Hochbegabte. Förderschulen bleiben, Inklusion nur bei Aussicht auf das Bildungsziel. Deutsch als Schulsprache im Schulgesetz, „Deutsch-Garantie-Klassen“, 110 % Lehrerausstattung, Klassenobergrenze im Gesetz, bildschirmfreie Grundschule und Smartphone-Verbot.
Zusammenfassungen am 2026-09-11 neutral formuliert aus den in jeder Zeile verlinkten Dokumenten. Es sind nicht die Texte der Parteien.
Mehr lesen
Der Wahl-O-Mat wird von der bpb betrieben, einer unabhängigen Bundesbehörde. Er wird hier verlinkt, nicht nachgebaut.