Every/Berliner
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Kapitel 7 von 7

Mitbestimmen und mitentscheiden: Da geht immer etwas

Demokratie endet nicht zwischen den Wahlen – und viele dieser Wege stehen auch Menschen ohne Wahlrecht offen.

Demokratische Beteiligung ist nicht nur am Wahltag wichtig, sondern auch zwischen den Wahlen. Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr unterschiedliche Interessen können bei Entscheidungen berücksichtigt werden. Es gibt viele Wege, Politik und Zusammenleben mitzugestalten – und die meisten können auch Menschen nutzen, die nicht wahlberechtigt sind.

Im Alltag, zum Beispiel

Im Bezirk

Jüngere können in Kinder- und Jugendparlamenten, die es in einigen Bezirken gibt, und in anderen Beteiligungsformaten mitmischen.

Berlinweit

Tipp: Manchmal hilft es schon, ein Anliegen an eine Politikerin oder einen Politiker heranzutragen, per Mail oder in der Sprechstunde. Und natürlich kann sich jede und jeder in der Partei der eigenen Wahl engagieren und selbst Politik machen.

Die Wahl rückt näher. Was nun?

Wen wählen?
Viele entscheiden erst wenige Wochen oder Tage vor der Wahl. Oft hängt es von den Themen, Programmen und Vorhaben ab, mit denen die Parteien werben – und für viele davon, welchen Kandidierenden sie zutrauen, wichtige Probleme zu lösen.
Was ist dir wichtig?
Alle, auch die Kandidierenden, haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was wichtig ist und welche Probleme Berlins am dringendsten gelöst werden müssen.
Kandidierende streiten so viel. Wer hat recht?
Parteien sind sich wie alle Menschen oft uneins, wie Probleme gelöst werden sollen: wie Wohnraum entsteht, wie gute Bildung aussieht, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert, wie mit Zuwanderung umgegangen wird. Der Wahlkampf ist ein Ideenwettbewerb, in dem Wählende zwischen Lösungen und Prioritäten wählen können.

Wege, sich eine Meinung zu bilden

Welche Themen sind dir wichtig?

  • Wie soll Mobilität in Berlin in Zukunft funktionieren?
  • Wie wird Wohnen in Berlin bezahlbar(er)?
  • Wie können alle in Berlin sicher leben?
  • Welche Konzepte gegen Antisemitismus und Rassismus sind dir wichtig?
  • Wie lässt sich der gesellschaftliche Zusammenhalt stärken?
  • Wofür soll das Geld im Berliner Haushalt ausgegeben werden?
  • Ob Kita, Schule, Ausbildung oder Studium – was muss sich verbessern?
  • Wie sollte Arbeitsmarktpolitik in Berlin gestaltet werden?
  • Welche Rahmenbedingungen brauchen Unternehmen in Berlin?
  • Wie können Menschen unterschiedlicher Herkunft die Stadt gemeinsam gestalten?
  • Welche Perspektiven haben (junge) Berlinerinnen und Berliner – und was kann die Politik dafür tun?
  • Ukraine, Nahostkonflikt, USA, Wehrpflicht, Grundsicherung, Rente, Gesundheitsversorgung: Wie kann sich Berlin in (inter-)nationale Debatten einbringen?

Um all diese Fragen und noch viele mehr geht es bei den Wahlen am 20. September 2026. Also: wählen gehen.

Und so geht’s
  1. 1Wahlbenachrichtigung bekommen
  2. 2Ins Wahllokal gehen – oder Briefwahl beantragen
  3. 3Stimmzettel ausfüllen
  4. 4Stimmzettel in die Wahlurne – oder per Post abschicken

Aufbau, Überschriften und Fakten folgen „Berlin wählt: Meine Stadt. Meine Stimme.“ (Berliner Landeszentrale für politische Bildung, April 2026), S. 36–41. Text in eigenen Worten; jede Grafik auf dieser Seite wurde von dieser Website aus den daneben genannten Zahlen neu gezeichnet.

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