Every/Berliner
← Die 17 Parteien auf dem Stimmzettel

Listennr. 6

FDP

Freie Demokratische Partei

Tritt landesweit an

Über die Partei

Die FDP wurde 1948 gegründet. Als liberale Partei setzt sie auf Eigenverantwortung, Freiheitsrechte und freie Marktwirtschaft, zieht privatwirtschaftliche Lösungen staatlicher Regulierung tendenziell vor, setzt Schwerpunkte bei Bildung und Digitalisierung und vertritt in der Migrationspolitik eher restriktive Positionen. Auf Bundesebene regierte sie oft als Koalitionspartnerin mit, zuletzt 2021 bis 2024, scheiterte 2025 aber an der Fünf-Prozent-Hürde; in Berlin zog sie 2016 vorübergehend wieder ins Abgeordnetenhaus ein und schied bei der Wiederholungswahl 2023 erneut aus.

Eine neutrale Zusammenfassung in drei Sätzen – für jede Partei im selben Format – des Profils der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das vollständige Profil: bpb-Profil zur Berlin-Wahl 2026 ↗ · bpb: Parteien in Deutschland ↗

Spitzenkandidat:in(nen)

Christoph Meyer ↗

Quelle: Landesliste position 1, Amtsblatt für Berlin Nr. 36, 27 Aug 2026.

Ergebnis 2023

4,6 % der Zweitstimmen (70.416 Stimmen)

Quelle: Landeswahlleiterin Berlin, 12 Feb 2023 · Stand: 2026-09-11

Auf dem Stimmzettel 2026

69 Direktkandidierende · 0 auf Bezirkslisten · 23 auf der Landesliste · 119 auf BVV-Listen

Quelle: Amtsblatt für Berlin Nr. 36, 27 Aug 2026 ↗

Positionen nach Thema

Dieselben sechs Themen und dasselbe Schema wie auf der Berlin-Agenda-Seite: der Kapiteltitel der Partei im Wortlaut, eine neutrale Zusammenfassung des Kapitels und ein Link ins Original.

  • Stadtentwicklung und Wohnen ↗S. 33–41

    „Bürger bauen Berlin“: eine neue Gründerzeit durch viele kleine Eigentümer, Baugemeinschaften und Genossenschaften statt durch den Staat. Landeseigene Grundstücke wieder verkaufen – im Höchstgebotsverfahren mit verbindlichen Baufristen –, Wachstum entlang des „Siedlungssterns“ der Bahnachsen, rund 20 % mehr Wohnfläche durch ein weiteres Vollgeschoss und ein Programm „10.000 Dächer für Berlin“, innerstädtische Kleingärten teilweise kündigen, deutlich mehr als 5.000 Wohnungen in Tegel, landeseigene Gesellschaften konzentrieren sich auf die Sanierung ihres Bestands. Im Mietrecht: Mietspiegel als Maßstab, die übliche Kappungsgrenze von 20 %, Ende der Mietpreisbremse bei Neuvermietung, Ablehnung jedes Mietendeckels und jeder Enteignung, Abschaffung von Milieuschutz und Vorkaufsrecht, Umstieg von Objekt- auf Subjektförderung (Wohngeld).

  • Verkehr ↗S. 52–61

    „Mobilität ist Freiheit“: Mobilitätsgesetz grundlegend für ein faires Miteinander aller Verkehrsträger überarbeiten, jeder wählt selbst sein Verkehrsmittel. Großer Schienenausbau – jährlich 1–2 km neue U-Bahn (U8 Märkisches Viertel, U7 BER, U1 Ostkreuz, U5 nach Tegel, U9 Süd und Nord, Expresslinie Alexanderplatz–Marzahn), i2030 bis Ende der 2030er, vollautomatischer fahrerloser U-Bahn-Betrieb, Magnetbahn Alexanderplatz–Lichtenberg, dritter Bahnring. Auf der Straße: A100 bis Storkower Straße und TVO fertigstellen, Tiergartentunnel verlängern, Tempo 50 auf Hauptstraßen, Unterstützung der „Allianz gegen Poller und Kiezblocks“, P+R-Hubs und smarte Parkleitsysteme. Außerdem: verbindliche Schlichtung vor BVG-Streiks und Qualität vor niedrigem Preis.

  • Kein eigenes Kapitel – vollständiges Programm öffnen ↗

  • Innen, Recht und saubere Stadt ↗S. 64–72

    „Sicherheit ist eine Grundlage von Freiheit“: mehr Personal und beste Ausstattung für Polizei, Justiz und Feuerwehr, verbindlicher Sanierungsplan für Wachen, dauerhafte sichtbare Polizeipräsenz mit mehr Kontaktbereichsbeamten, Wachen nach Vorbild der „Kotti-Wache“ an Kriminalitätsschwerpunkten und „Security by Design“ (Beleuchtung, Sichtachsen) mit temporärer Videoüberwachung an Risikoorten. Hält an anlasslosen Kontrollen an kriminalitätsbelasteten Orten fest, will die Kriterien aber gesetzlich fassen, veröffentlichen und regelmäßig evaluieren; lehnt massenhafte Datenverknüpfung, Risikoprofile und Vorratsdatenspeicherung ab (Quick Freeze); Vermutungsregel im LADG abschaffen; beschleunigte Jugendverfahren („Neuköllner Modell“), Vermögensabschöpfung gegen Clans, Fusion der Verfassungsschutzämter Berlin und Brandenburg.

  • Energie-, Umwelt- und Klimapolitik ↗S. 85–88

    „Klimaneutral, ja – aber vor allem kostengünstig, verlässlich und innovativ“: Versorgungssicherheit durch Back-up-Kraftwerke und Speicher ist nicht verhandelbar, Klimaschutz dort, wo er am wirtschaftlichsten ist, privates Kapital und Marktanreize statt Verbote. Begrüßt Solar, lehnt aber jeden Solarzwang im Neubau und Bestand und weitere Verschärfungen der energetischen Anforderungen ab; setzt stark auf Wasserstoff (Berlin-Brandenburg-Strategie, privat betriebener „Wasserstoff-Entwicklungspark“), Geothermie, Kleinwind, Smart Meter und eine defossilisierte Fernwärme mit Einspeisung von Abwärme Dritter. Starker Fokus auf Klimaanpassung: Schwammstadt, Regenwassermanagement, Biotopverbund, Straßenbäume.

  • Bildung ↗S. 4–12

    „Mission Deutsch“: Schulpflicht auf ein Vorschuljahr in der Kita mit definierten Lernzielen ausweiten, verpflichtende Sprachstandstests für alle Drei- bis Vierjährigen und Deutschunterricht in den Ferien für Kinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse. Schulen erhalten Autonomie über Haushalt und Personal, 110 % Personalausstattung, ein Jahr Aussetzung aller schulischen Regularien, eine Exzellenzinitiative mit 10 % „Leuchtturmschulen“, eine IT-Fachkraft pro Schule und das Ende der Verbeamtung. Gymnasien können zu G9 zurückkehren; „pluralistische Inklusion“ führt Förderschulen neben Inklusionsklassen wieder ein mit echtem Elternwahlrecht; mittelfristig Bildungsgutscheine, freie Schulwahl und Ende der Postleitzahl-Einzugsbereiche.

Zusammenfassungen am 2026-09-11 neutral formuliert aus den in jeder Zeile verlinkten Dokumenten. Es sind nicht die Texte der Parteien.

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Der Wahl-O-Mat wird von der bpb betrieben, einer unabhängigen Bundesbehörde. Er wird hier verlinkt, nicht nachgebaut.

Jede Partei wird mit derselben Vorlage und in derselben Tiefe dargestellt. Die Reihenfolge ist die amtliche Reihenfolge des Landeswahlausschusses.

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