Listennr. 4
Die Linke
Die Linke
Tritt landesweit an
Über die Partei
Die Linke entstand 2007 aus dem Zusammenschluss der PDS, Nachfolgerin der DDR-Staatspartei SED, und der 2005 gegen die Agenda 2010 gegründeten WASG. Sie steht im linken Spektrum des deutschen Parteiensystems, bekennt sich zum „demokratischen Sozialismus“ und fordert einen sozial-ökologischen Umbau der Wirtschaft. In Berlin zog die PDS 1990 ins Abgeordnetenhaus ein; die Partei regierte 2002 bis 2011 mit der SPD und 2016 bis 2023 in einer rot-rot-grünen Koalition.
Eine neutrale Zusammenfassung in drei Sätzen – für jede Partei im selben Format – des Profils der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das vollständige Profil: bpb-Profil zur Berlin-Wahl 2026 ↗ · bpb: Parteien in Deutschland ↗
Spitzenkandidat:in(nen)
Quelle: Press reporting (ZDF, t-online, Sept 2026); confirmed as approved candidates in Amtsblatt Nr. 36.
Ergebnis 2023
12,2 % der Zweitstimmen (185.119 Stimmen)
Quelle: Landeswahlleiterin Berlin, 12 Feb 2023 · Stand: 2026-09-11
Auf dem Stimmzettel 2026
78 Direktkandidierende · 95 auf Bezirkslisten · 0 auf der Landesliste · 314 auf BVV-Listen
Positionen nach Thema
Dieselben sechs Themen und dasselbe Schema wie auf der Berlin-Agenda-Seite: der Kapiteltitel der Partei im Wortlaut, eine neutrale Zusammenfassung des Kapitels und ein Link ins Original.
Wohnen & Miete
Alle Parteien zu diesem Thema →Mieten, Wohnen, Bauen ↗S. 14–22
Spricht von „Mieten-Notstand“ und „Mieten-Mafia“. In den ersten 100 Tagen: Mietendeckel für die 400.000 landeseigenen Wohnungen – ein Jahr Mietenstopp, dann maximal 1 % pro Jahr, Mieten über 20 % über dem Mietspiegel werden auf Antrag gesenkt, Wiedervermietung 10 % darunter; innerhalb des S-Bahn-Rings gehen 100 % der frei werdenden LWU-Wohnungen an WBS-Haushalte. Ein Berliner Vergesellschaftungsgesetz auf Grundlage des Entwurfs der Initiative (220.000 Wohnungen) wird Top-Priorität jeder Koalition. Taskforce gegen Mietwucher, Verbot möblierten Kurzzeitwohnens in Milieuschutzgebieten, Abrissstopp, Wohnrecht bei Besetzung über ein Jahr leerstehender Wohnungen, keine Zwangsräumungen wegen Mietschulden bei den LWU.
Verkehr & Mobilität
Alle Parteien zu diesem Thema →Mobilität und Verkehr ↗S. 55–63
„Verkehrspolitik ist Sozialpolitik“: 2035 sollen 90 % der Wege im Umweltverbund zurückgelegt werden. Sozialticket zurück auf 9 Euro, Deutschland-Sozialticket, kostenloses Ticket für BuT-Schüler:innen, Programm „Tschüss Auto, hallo D-Ticket“ und langfristig ein fahrscheinloser ÖPNV über eine solidarische Beitragsfinanzierung (Tourist:innenabgabe, Mobilitätspass). Planungsstopp für Straßenbahnen aufheben, Tram nach Spandau statt Magnetschwebebahn, 90-Sekunden-Takt in der U-Bahn mit Automatisierung, Busflotte bis 2035 elektrisch, mindestens 10-Minuten-Takt überall, S-Bahn kommunalisieren und Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit.
Migration & Teilhabe
Alle Parteien zu diesem Thema →Flucht und Migration ↗S. 275–283
Ziel: „globale Bewegungsfreiheit, gleiche Rechte für alle“. Will aktives und passives Wahlrecht in Berlin für alle nach fünf Jahren Aufenthalt unabhängig vom Pass, Einbürgerung ohne Einkommens- und Testhürden, eine City-ID für Menschen ohne Papiere, eine Einstellungsquote für Menschen mit Migrationsgeschichte in der Verwaltung und das LEA raus aus der Innenverwaltung. Beim Asyl: „Jede Abschiebung ist eine Abschiebung zu viel“ – alle Landesspielräume für Bleiberecht und temporäre Abschiebestopps nutzen, keine Haft oder Bewegungseinschränkungen, keine Bezahlkarte, Massenunterkünfte wie Tegel auflösen, WBS für alle Geflüchteten und Landesaufnahmeprogramme für Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Gaza und Libanon.
Sicherheit
Alle Parteien zu diesem Thema →Inneres ↗S. 286–294
„Soziale Lösungen für soziale Probleme“: die „immer teurere Aufrüstung der Polizei“ stoppen, den Personalbestand auf das Niveau anderer Stadtstaaten plus Hauptstadtbedarf anpassen und Mittel in Krisendienste und Straßensozialarbeit umlenken. Kriminalitätsbelastete Orte und Waffenverbotszonen abschaffen, Brennpunkteinheiten abbauen, Görli-Zaun weg, Kontrollquittungen bei jeder Identitätsfeststellung, keine Taser außerhalb von Spezialkräften, keine Staatstrojaner, keine biometrische oder Palantir-artige KI-Auswertung, Widerstand gegen die ASOG-Reform. Will einen Polizeibeauftragten mit Ermittlungsbefugnissen, ein klargestelltes Recht, Polizeieinsätze zu filmen, Bodycams auf Verlangen, nicht-polizeiliche Krisenteams und die Streichung des Vermummungsverbots.
Klima & Energie
Alle Parteien zu diesem Thema →Klima, Umwelt, Tierschutz ↗S. 192–200
Klimaneutral „bis spätestens 2040“, Klimaschutz in der Landesverfassung, Klimavorbehalt für alle Vorlagen und verbindliche Sektorbudgets. Sanierungsrate auf mindestens 2 % pro Jahr mit warmmietenneutralen Regeln, Abschaffung der Modernisierungsumlage, keine neuen Gasheizungen in öffentlichen Gebäuden, Preisdeckel für Fernwärme, Solar auf allen geeigneten öffentlichen Dächern bis 2030, Wind vor allem in Industriegebieten mit Gewinnbeteiligung der Bezirke, Wasserstoff nur ohne elektrische Alternative, Rekommunalisierung oder Vergesellschaftung der GASAG bei angemessenem Preis, eine Million Straßenbäume bis 2040 – notfalls auf Parkplätzen – und keine Bebauung des Tempelhofer Feldes als Kaltluftgebiet.
Bildung ↗S. 152–160
Gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule, ausgeweitet: gebührenfreier Hort bis Klasse 4, Lernmittelfreiheit und kostenfreies Mittagessen bis zur Oberstufe. Mittelfristiges Ziel, das gegliederte Schulsystem zu überwinden: jeder Bezirk muss bis 2031 mindestens zwei neue Gemeinschaftsschulen auf den Weg bringen, Neubauten vorrangig als Gemeinschaftsschulen, Gymnasien zur Umwandlung ermutigen. Lehnt neue Förderzentren ab, will ein Landeskonzept Inklusion und 36 inklusive Schwerpunktschulen; perspektivisch ein:e Psycholog:in pro 800 und Schulsozialarbeit pro 150 Schüler:innen; Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte; bei Lehrkräftemangel gezielt reduzierte Stundentafeln mit Vorrang für Sprach- und individuelle Förderung.
Zusammenfassungen am 2026-09-11 neutral formuliert aus den in jeder Zeile verlinkten Dokumenten. Es sind nicht die Texte der Parteien.
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Der Wahl-O-Mat wird von der bpb betrieben, einer unabhängigen Bundesbehörde. Er wird hier verlinkt, nicht nachgebaut.