Every/Berliner
← Die 17 Parteien auf dem Stimmzettel

Listennr. 24

BSW

Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit

Tritt landesweit an

Über die Partei

Das BSW wurde Anfang 2024 gegründet, maßgeblich von Sahra Wagenknecht, der früheren Ko-Fraktionsvorsitzenden der Linken, und weiteren aus dieser Partei ausgetretenen Abgeordneten. Es versteht sich in Wirtschafts- und Verteilungsfragen als links, vertritt in soziokulturellen Fragen wie Zuwanderung oder Identitätspolitik häufig restriktive Positionen und steht der Ukraine- und Russlandpolitik der jüngsten Bundesregierungen kritisch gegenüber. Bei der Europawahl 2024 erreichte es 6,2 Prozent, 2025 verfehlte es knapp die Fünf-Prozent-Hürde; der Berliner Landesverband entstand im Juli 2024.

Eine neutrale Zusammenfassung in drei Sätzen – für jede Partei im selben Format – des Profils der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das vollständige Profil: bpb-Profil zur Berlin-Wahl 2026 ↗

Spitzenkandidat:in(nen)

Alexander King ↗

Quelle: Landesliste position 1, Amtsblatt für Berlin Nr. 36, 27 Aug 2026.

Ergebnis 2023

2023 nicht angetreten

Did not exist in 2023; founded January 2024.

Quelle: Landeswahlleiterin Berlin, 12 Feb 2023 · Stand: 2026-09-11

Auf dem Stimmzettel 2026

77 Direktkandidierende · 0 auf Bezirkslisten · 19 auf der Landesliste · 114 auf BVV-Listen

Quelle: Amtsblatt für Berlin Nr. 36, 27 Aug 2026 ↗

Positionen nach Thema

Dieselben sechs Themen und dasselbe Schema wie auf der Berlin-Agenda-Seite: der Kapiteltitel der Partei im Wortlaut, eine neutrale Zusammenfassung des Kapitels und ein Link ins Original.

  • Wohnen in Berlin ↗S. 6–9

    Wohnen ist Daseinsvorsorge und „darf nicht allein den Kräften des Marktes überlassen werden“: Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ umsetzen, neuer Anlauf für einen Mietendeckel über den Bundesrat, kein Verkauf landeseigenen Bodens mehr – öffentliche Flächen nur im 99-jährigen Erbbaurecht, vor allem an Landesgesellschaften und Genossenschaften. Verbindliches Ziel von mindestens 6.000 Sozialwohnungen pro Jahr mit dauerhafter Bindung, erweitertes Vorkaufsrecht mit Preislimit, Vorgehen gegen möblierte Vermietung, Ferienwohnungen, Abriss und spekulativen Leerstand (treuhänderische Vermietung, Vergesellschaftung als letztes Mittel) sowie die Wohnsitzdauer in Berlin als Vergabekriterium für geförderte Wohnungen.

  • Verkehr ↗S. 48–51

    „Verkehrspolitik darf nicht spalten“: kein ideologischer Gegensatz zwischen Auto, Fahrrad und ÖPNV. Gezielter Ausbau von U-, S-Bahn, Tram und Bus vor allem in den Außenbezirken, zwei neue Seilbahnlinien (Treptow-Köpenick, Pankow Nord), Rufbusse, gemeinsame Tarifreform Berlin–Brandenburg und ein kostenloses Schülerticket für die ganze Region. Das Auto „bleibt für viele unverzichtbar“: Weiterbau der A100 bis zur Storkower Straße und der TVO befürwortet, Kiezblocks abgelehnt, wenn sie Verkehr auf Hauptstraßen drängen, keine unnötige Parkplatzvernichtung und keine City-Maut für Verbrenner; bessere Baustellenkoordination und Verlagerung des Güterverkehrs auf Wasser und Schiene.

  • Für die Zuwanderungspolitische Wende ↗S. 34–37

    „Gerecht und vernünftig“: lehnt „ungeregelte Zuwanderung“ als ungerecht gegenüber Einheimischen wie Zuwanderern ab, unterstützt die EU-Möglichkeit, Asylverfahren in sicheren Drittstaaten außerhalb der EU durchzuführen, befürwortet Grenzkontrollen und Zurückweisungen an der Grenze (außer bei besonders Schutzbedürftigen) und will Asylbewerber auf Nachbarländer mit mehr Kapazität und innerhalb Berlins nach Infrastruktur der Bezirke mit Zuschuss verteilen. Für Bleibeberechtigte: an den Aufenthalt gebundene Arbeitserlaubnis, schnellere Anerkennung von Abschlüssen, verbindliche Integrationskurse zu Rechten und Pflichten, gleichmäßige Verteilung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte auf Kitas und Schulen, strikte Trennung von Staat und Religion in der Schule und Förderung von Nachbarschafts- und interkulturellen Projekten gegen Fremdenfeindlichkeit.

  • Innere Sicherheit ↗S. 38–41

    „Ein Staat, der schützt, ohne übergriffig zu werden“: mehr Einsatzkräfte und Besoldung auf Bundesniveau, Einstellungsoffensive nach Eignung statt Quoten, zusätzliches Personal in den Außendienst, mehr Streifen an Brennpunkten, bessere Beleuchtung und Deeskalationsschulungen mit Disziplinarfolgen bei unverhältnismäßiger Gewalt. Videoüberwachung nur an nachweislich kriminalitätsbelasteten Orten mit parlamentarischer Genehmigung und Echtzeit-Auswertung, 96 Stunden Speicherfrist für BVG/DB-Kameras, Quellen-TKÜ und KI nur gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus. Soziale Sicherheit gilt als Vorbedingung innerer Sicherheit; Polizei „entpolitisieren“, Straftäter im Asylverfahren abschieben, elektronische Fußfessel bei Annäherungsverbot (spanisches Modell), gemeinsame Kontrollen von Polizei, Ordnungsamt und Zoll sowie Sicherheitszonen an Schulen gegen Drogen.

  • Energie ↗S. 45–47

    „Energiepolitik mit Augenmaß“: macht die Russland-Sanktionen für hohe Energiepreise verantwortlich, will den Boykott russischen Gases und Öls beenden, den nutzbaren Nord-Stream-Strang wieder in Betrieb nehmen und den CO₂-Preis abschaffen; lehnt „unrealistische Zielstellungen“ beim Umstieg auf Erneuerbare und „Aktivismus zum Erreichen bestimmter Zielmarken“ ab. Kohlekraftwerke erst abschalten, wenn sichere Alternativen bereitstehen, kein Rückbau des Gasnetzes, GASAG rekommunalisieren, Fernwärme über die kommunale Wärmeplanung ausbauen, CO₂-Abscheidung und Wasserstoff für die Industrie befürwortet, keine Windräder in Berlin.

  • Bildung ↗S. 14–17

    Eine „Bildungswende“: Kita-Pflicht spätestens ab vier Jahren, Sprachdiagnostik ab drei und eine verbindliche Vorschulphase. Zurück zu den Grundlagen – Lesen, Schreiben, Rechnen zuerst, Diktate und Kopfrechnen, Noten bleiben, entschlackte Lehrpläne mit überprüfbaren Zielen. Verteilungsquoten beim Grundschulübergang für eine Mischung nach Sprachstand, mehrjähriges Programm für Schulen in Brennpunktlagen, breites Angebot an Gemeinschaftsschulen neben Gymnasien, Erhalt der Förderzentren, drei zweiwöchige Betriebspraktika, bildschirmfreie „Detox-Klassen“ in der Grundschule, Smartphones wegschließen, digitaler Führerschein am Ende der 10. Klasse und eine Zivilklausel für alle Hochschulen.

Zusammenfassungen am 2026-09-11 neutral formuliert aus den in jeder Zeile verlinkten Dokumenten. Es sind nicht die Texte der Parteien.

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Der Wahl-O-Mat wird von der bpb betrieben, einer unabhängigen Bundesbehörde. Er wird hier verlinkt, nicht nachgebaut.

Jede Partei wird mit derselben Vorlage und in derselben Tiefe dargestellt. Die Reihenfolge ist die amtliche Reihenfolge des Landeswahlausschusses.

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